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30/11/2005

Begegnung mit einer Lauf-Ikone

Bericht aus dem Iserlohner Kreisanzeiger

Iserlohn. (um) Diesen Urlaub wird Verena Walter so schnell nicht vergessen! Mehr als Erholung und ein wenig Training hatte die heimische Langstreckenläuferin und Triathletin nicht im Sinn, als sie mit ihrer Mutter nach Lanzarote flog. Doch dann stand er plötzlich vor ihr: Haile Gebrselassie!

„Ich dachte, ich gucke nicht richtig“, schildert die 24-Jährige ihre Begegnung mit dem berühmten Äthiopier, der ein Jahrzehnt lang zu den besten Mittel- und Langstreckenläufern der Welt gehörte. Beim Spazierengehen an einem einsamen Strandabschnitt war er plötzlich aufgetaucht. „Man sieht ja am Laufstil, ob das ein Profi ist oder ein Hobbysportler“, sagt Verena Walter. Und schon aus der Entfernung kam ihr der Gedanke: „Mensch, das ist doch...!“

Ebenso wie Verena zeigte sich Haile Gebrselassie fasziniert von der mächtigen Brandung, stellte sich auf einen Lavafelsen und beobachtete das Meer. „Da habe ich dann meinen ganzen Mut zusammen genommen und ihn vorsichtig angesprochen“, erzählt die in Hemer wohnende Iserlohnerin. Als er ihre ungläubige Frage „You look like a famous running star, are you?“ mit einem „Yes, I am“ beantwortete und ihr dabei sein typisches Lachen schenkte, wusste Verena Walter: „Er ist es wirklich. Dieses Lachen ist unverwechselbar.“

Der Olympiasieger und Weltrekordler, der wegen einer Pressekonferenz seines Sponsors auf der Kanareninsel weilte, trat so auf, wie man ihn aus der Fernsehberichterstattung kennt: als bescheidener, zurückhaltender, aber freundlicher Mann, der gerne für ein Erinnerungsfoto bereitstand. „Gott sei Dank hatten wir die Kamera dabei“, sagt Verena. Ihre Mutter drückte auf den Auslöser und hielt diesen besonderen Moment für immer fest.

Auch wenn die Begegnung mit dieser Ikone des Laufsports das absolute Highlight des Urlaubs war, so gab es auch noch andere nicht alltägliche Erlebnisse. „An dem gleichen Strand habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Wal beobachtet“, erzählt Verena von einer zweiten aufregenden Begegnung. Und dann war da noch der tropische Sturm, der über die kanarischen Inseln fegte. „Alles war mit einer dicken Sandschicht überzogen, die Liegen sind in den Pool geflogen, Dächer wurden abgehoben, Scheiben sind zerbrochen“, berichtet Verena Walter von einer unangenehmen Nacht. „Am nächsten Morgen sah es ziemlich wüst aus. Ich bin froh, wieder gesund hier zu sein“, lautet ihr Fazit. Dass bei der Rückkehr am Flughafen Düsseldorf ihr Koffer nicht auftauchte, war ärgerlich, aber zum Glück befand sich die Kamera mit dem wertvollen Foto im Handgepäck...

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