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15/10/2009

I am an IRONMAAAAAAN!

Mein zweites Finish auf Big Island.

Samstag, der 10. Oktober 2009 war ein langer und schöner Wettkampftag in der Sonne von Hawaii. Um 7 Uhr in der Früh ging es mit dem großen Kanonenknall für mich und weitere 1.780 Triathleten mit den 3,8 Kilometern Schwimmen los. Es war ein hauen und unter- und übereinander schwimmen, sodass ich mich über meine gute Schwimmzeit von 1:07 Std. freuen kann. Mit dem Rad ging es dann weiter Richtung Hawi, natürlich mit leichtem Gegenwind. Der erhoffte Rückenwind für den Heimweg blieb selbstverständlich aus, denn wir sind ja auf Hawaii ;-) Ich hatte zwischendurch mit Kopfschmerzen zu kämpfen, die sich aber größtenteils nach dem Radfahren eingestellt haben. Meine Radzeit von 5:45 Std. fand ich in Ordnung, ich habe mich auch ziemlich angestrengt. Nun wusste ich ja in etwa, auf was ich mich eingelassen habe und dass ein Großteil des Wettkampfes nun noch vor mir lag. Auf Grund meiner Entzündung konnte ich ja nicht laufen. Ich habe mich mit einem Schild "I'm not walking. I am enjoying!", sowie genügend Reflektoren für die um 18 Uhr einbrechende Dunkelheit ausgestattet. Und so begann der lange Spaziergang über den Alii Drive, wo es mir noch recht leicht fiel. Aber später auf dem Highway zog es sich wie Kaugummi. Dafür habe ich aber einen tollen Sunset im Energy Lab miterlebt. Und dann war es plötzlich dunkel. Und ich war auf dem Highway. Wow! - das war IRONMAN, so wie ich ihn aus dem Fernsehen kenne. Mittlerweile taten mir auch die Füße weh und auch der Bereich meiner Verletzung. An zügiges Gehen war nicht mehr zu denken. Ich wurde schon von anderen Gehern überholt! Das hätte ich mir nicht träumen lassen. Aber mir war es egal und ich versuchte es bis zum Ende zu genießen, eben wie es auf meinem Schild stand. Der Zieleinlauf, nach 13:49:56 Stunden war gigantisch. Für den Marathon habe ich stolze 6:52:26 Std. benötigt. Aber irgendwann ist man am Ziel, kaum zu glauben, aber wahr.
Außer einem üblen Sonnenbrand und ein paar Blasen an den Füßen geht es schon wieder. Wir entspannen uns noch ein paar Tage auf Kauai, bevor es wieder ins kalte, graue Deutschland geht. Das nächste Ziel ist dann die Verletzung in den Griff zu bekommen, was mir schwieriger erscheint als zehn Ironman zusammen. ALOHA!

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